Information im Original¡ Ni Radar Ni Lanzadera !
     ¡ El Hierro Para La Paz !

 
Bereits in den vergangenen Jahren sind mehrere Versuche des spanischen Verteidigungsministeriums, bzw. der NATO, eine Radar-Abhörstation auf dem Malpaso zu installieren, am Widerstand der Herreños gescheitert. - Ebenso wie der Plan, eine Abschussrampe für Erdbeobachtungs- und Telekommunikations- Satelliten in der Nähe des Faro de Orchilla zu bauen. -
Nachdem Mitte Mai 2001 erneut Pläne zum Bau einer Radarstation bekannt gegeben wurden, formiert sich ein weiteres Mal der Protest der Insulaner. Nach der Ausweisung der Insel als Welt-Biosphärenreservat durch die UNO, im Jahr 2000, erscheint diese Absicht völlig unverständlich.
Die "Comisión Malpaso", ein Zusammenschluss der Herreños gegen solche Bau-Vorhaben, hat ihre Arbeit wieder aufgenommen.
Sie finden unten eine Übersetzung des Informations-Papiers der Regierung, das Original können Sie sich ansehen, wenn Sie auf das obere Bild klicken.
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Eine neue Radaranlage zur Luftraumüberwachung für die Insel El Hierro


Das Verteidigungsministerium hält eine neue Station zur Überwachung des Luftraumes auf den Kanaren für absolut notwendig

21. Mai 01 Um die Sicherheit des Luft- und Seeverkehrs zu garantieren, hält das Verteidigungsministerium eine neue Anlage zur Überwachung und Kontrolle des Luftraumes auf dem Kanarischen Archipel für unbedingt notwendig. Der am besten geeignete Standort befindet sich auf der Insel El Hierro.

Der Hauptzweck dieser Anlage besteht darin, die Luftraumüberwachung in diesem Gebiet zu verbessern und die Sicherheitsbedingungen für Flugzeuge und Schiffe zu erhöhen.

Gleichzeitig bedeutet die Anlage eine große Hilfe für den Umweltschutz, weil sie als außergewöhnliche und ständige Beobachtungsstation zur Erkennung von Waldbränden dienen wird. Sie wird zur Unterstützung der Sicherheit des Luftraumes beitragen, ebenso wie zur Überwachung und dem Abfangen von Schiffen, die Drogen oder Schmuggelware transportieren.

Derzeit bestehen in ganz Spanien 13 Anlagen diese Typs, zwei davon auf den Kanarischen Inseln, konkret auf Lanzarote und Gran Canaria. Diese beiden kanarischen Überwachungsstationen sind jedoch nicht ausreichend um die Sicherheit des Luft- und Seeverkehrs zu garantieren. Die Höhe des Pico del Teide verursacht in der Kontrolle des Luftraumes eine Zone, die nicht überwacht werden kann und deren Abdeckung erforderlich ist.

Das starke Anwachsen des Luftverkehrs in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass die Kontrolle des Luftverkehrs in diesem Gebiet gegenwärtig sehr mangelhaft ist. Von 1986 bis zum Jahr 2000 hat sich der Flugverkehr von 107.404 Flügen mit 12.361.909 Passagieren auf 306.240 Flüge mit 30.141920 Passagieren erhöht, was eine Steigerung von 285 bzw. 244% bedeutet.

Das Gebiet ist ein wichtiger neuralgischer Punkt in den Verkehrsverbindungen zwischen Afrika, Südamerika und Europa. Dennoch bestehen bei der Radar-Überwachung der Flugstrecken die den Luftraum durchqueren Bereiche, die von keinerlei Radar-Aufsicht abgedeckt werden.

Die Einrichtung einer zusätzlichen Radarstation wird einerseits eine beträchtliche Zunahme der Sicherheit bedeuten - die Vorbereitungen während der Anflugmanöver auf die Flughäfen von La Palma, La Gomera und El Hierro, wo Zonen ohne Radar-Überwachung bestehen, werden verbessert - gleichzeitig erlaubt sie eine Erhöhung der Flexibilität und Verbesserungen für einen reibungslosen Ablauf des Handelsverkehrs.

Die Insel El Hierro wurde als Standort der neuen Radar-Station ausgewählt, weil sie die südwestlichste der Kanaren ist. Auf der Insel selbst wurde der Pico del Malpaso gewählt, weil er die meisten Vorteile bietet, sowohl technisch gesehen, als auch für die Bauarbeiten.

Diese Wahl wurde nach einer ausführlichen Untersuchung anderer Standortmöglichkeiten auf El Hierro getroffen. So hat man auch die Standorte Las Asomadas und Timbarombo untersucht, die besten Voraussetzungen für die Errichtung der Radar-Anlage bietet der Gipfel des Malpaso (1.500 m Höhe).

Verschiedene Studien zeigen, dass unterhalb dieser Höhe "Schattenzonen" entstehen, in denen Radarsignale nicht übermittelt werden können. Darunter die Studie die der "Escuela de Telecomunicaciones" (Hochschule für Telekommunikation), Las Palmas de Gran Canaria, die im Auftrag der "Consejería de Política Territoral del Gobierno de Canarias" (Ratsversammlung der Regierungen aller Kanarischen Inseln) durchgeführt wurde.

Die gleiche Studie weist darauf hin, dass der Standort auf dem Malpaso alle Erfordernisse zur Errichtung der Anlage erfüllt, dass keinerlei Probleme für die Sicherheit der Bevölkerung auftreten werden und dass es sich um eine "saubere Einrichtung" handelt, in der weder Abfälle entstehen, noch Gase, Brennstoffe oder andere gefährliche Materialien gelagert werden.

Damit nur minimalste Umweltauswirkungen verursacht werden, wurden die Abmessungen des Bauwerkes auf das nötigste reduziert und die Anlage wird in zwei Teile geteilt: Ein zur Hälfte unterirdisches Gebäude für die elektronische Ausrüstung und als Träger der Hauptantenne, die durch ein "radomo" (evtl. eine Kuppelhaube?) geschützt wird (der Teil, der die Radarantenne abdeckt), und ein Radioantennen - Feld für die Kommunikation, in seinem Erscheinungsbild ähnlich jeder öffentlichen Sendestation.

Die Wände des Gebäudes werden mit Steinen oder vulkanischem Sand verkleidet, wie sie in der Gegend des Malpaso vorkommen, die Kuppelhaube wird in einer ähnlichen Farbe wie der besagte Sand angestrichen. Auf diese Weise wird eine Integration in die natürliche Umgebung erreicht.

Der Zuweg zu dem Gebäude wird dergestalt angelegt, dass er den Weg zum "Santuario de Nuestra Señora de los Reyes" (die Kapelle der Inselpatronin), auf dem alle vier Jahre eine feierliche Wallfahrt begangen wird, nicht beeinträchtigt.

Übersetzung: Roswitha Schweichel