El Hierro ist die jüngste Insel des Kanarischen Archipels. Sie ist aus zahlreichen Lavadecken aufgebaut, unterbrochen durch pyroklastische Lagen, und erreicht eine Höhe von 1500 m.
Im Pleistozän entstanden im Nordwesten und Südosten zwei große Steilabbrüche. Dem im Nordwesten gelegenen Steilabbruch, El Risco del Tibataje, ist ein relativ ebenes Vorland, El Golfo, vorgelagert.
Die Untersuchungen, ob dieser Steilabbruch das Ergebnis gravitativer Massenbewegungen ist, oder als Überrest einer großen Caldera (Caldera = Vulkankrater) angesprochen werden muß, sind noch nicht abgeschlossen.

El Golfo
Fayal Brezal

Bis vor wenigen Jahren lebten mehr als 80% der Einwohner im Nordteil der Hochebene von Nisdafe, die restlichen 20% überwiegend in den Dörfern des El Pinar, El Golfo war nur dünn besiedelt. Erst nachdem in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts der Golf durch eine Straße erschlossen wurde, hat sich das Bild gewandelt. In den vergangenen Jahren sind im Golfo viele landwirtschaftliche Nutzflächen entstanden. Auf den Plantagen werden vorwiegend Ananas und Bananen angebaut. Heute leben 35% der Bevölkerung in den Ortschaften des Golfo.

Durch den Einfluss der Passatwolke ist die Region ab 800m Höhe bis zu den Gipfeln relativ feucht. Sie ist der natürliche Standort des typischen kanarischen Nebelwaldes. Die gebräuchliche Bezeichnung für die feuchten Mischwälder El Hierros aus Myrica faya und Erica arborea (Baumheide) ist Fayal-Brezal.


 
Ecomuseo Guinea, © Grafik: Viceconsejeria de Cultura y Deportes del Gobierno de Canarias, Plaza de la constitucion 3, E-35002 Las Palmas de Gran Canaria

Am Fusse des Felsabhanges El Risco finden Sie das "Ecomuseo Guinea", ein vor wenigen Jahren wieder hergestellte Ansiedlung aus der Frühgeschichte El Hierros.

Lagarto Gigante, © Grafik: Gobierno de Canarias, Avda. Jose Manuel Guimera 8, E-38071 S. C. de Tenerife, Tenerife

Integriert in das Gelände des Museumsdorfes ist eine Aufzucht-station für "Lagartos Gigantes de El Hierro", Gallotia simonyi machadoi, eine Eidechsenart, deren ausgewachsene Exemplare bis zu 80 cm Länge erreichen können. Ziel der Aufzucht ist es, die Echsen, die lange Zeit für ausgestorben gehalten wurden, wieder auf der Insel zu etablieren.
 
Diese Grafiken führen sie zu entsprechenden Webseiten in spanischer Sprache!

MedioAmbiente, © Grafik: Gobierno de Canarias, Avda. Jose Manuel Guimera 8, E-38071 S. C. de Tenerife, Tenerife

Über das Programm zur Wiederansiedelung der Lagartos können Sie sich in spanischer Sprache auf den Seiten der Kanarischen Umweltbehörde informieren.